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MEIN TAGESABLAUF ALS JUGENDSPIELER BEIM BVB 

Es ist Montag: 6:15 stehe ich auf und mache mich fertig für die Schule.
7:05 fahre ich mit dem Bus in die Schule.
Von 7:25 bis 10 vor 1 habe ich Unterricht, in den Fächern Chemie, Englisch, Deutsch, Mathe und eine Doppelstunde Biologie.
Apropos Biologie, ich hasse es. 1. Ist es nicht mein Ding, und außerdem bin ich der einzige Junge in dem Kurs. Die Themen, die wir bisher gemacht haben, gehen mir auf die Nerven.
Ab 13:00 bin ich im Kinderhort. Da mache ich meine Hausaufgaben. Beim KSB (Kinderschutzbund) bin ich jetzt schon seit meiner Ankunft in Deutschland.
Da habe ich Deutsch gelernt und viele andere Sachen auch. Ich hab dem KSB viel zu verdanken. Da gehen auch viele andere Migranten hin. Das Klima im KSB ist sehr familiär.
Ab 15 Uhr, wenn ich wenige Hausaufgaben habe, fahre ich nach Hause, packe meine Fußballsachen und erhole mich etwa eine halbe Stunde.
Dann um 16:30 geht es ab nach Dortmund. Herr Klukas, unser persönlicher und bis jetzt auch schon unser dritter Fahrdienst, wartet schon auf mich.
Herr Blümel ist schon in Rente. Schade eigentlich, denn er war der netteste von allen und man konnte sich gut mit ihm unterhalten. Doch eins störte uns ein wenig, und zwar dass wir kein 1 Live oder unsere eigenen CDs hören durften, sondern uns nur mit WDR 4 auseinandersetzen durften.
Auf dem Weg nach Dortmund sammeln wir noch weitere Spieler ein, Janick in Freieinohl, Bobby und Dominik in Neheim.
Um ca. 17 Uhr 30 spätestens sind wir in Brackel Höhenbuschei, unserem Trainingszentrum.
Unser Training findet natürlich mit einer Begrüßung statt. Anschließend bereden wir einige Dinge über unser Spiel vom vorherigen Sonntag. Jeder berichtet was er gut, aber auch eher schlecht fand. Nun wird sich endlich umgezogen. Hast du eine Verletzung, wird unser Physiotherapeut, der extra für Verletzungen da ist, dich untersuchen und anschließend auch Hilfe leisten.
Mit unseren Trainern machen wir daraufhin eine kurze Zusammenfassung des letzten Spieles. Was unsere Leistung betrifft, bekommen wir in einem Einzelgespräch Lob oder auch mal Ärger.

Um 18 Uhr sind wir dann draußen auf dem Platz. Was mir sehr viel Spaß macht, ist das Kreisspielen, genauso wie das Intensivaufwärmen. Koordination, welche sehr wichtig ist, macht mir leider nicht so viel Spaß. Nach dem Koordinationstraining machen wir eine Art von Passspielen sowie Zweikampftraining und Torabschuss nach Flanken.
30 Minuten vor Ende des Trainings erfolgt ein Abschlussspiel. Für den Abbau der Tore sind die Mitspieler zuständig, die das Spiel verloren haben. Nun ist das Duschen in den Kabinen sowie das Umziehen angesagt.

Um 20 Uhr haben wir fertig zu sein, denn unser „Taxi“ zurück nach Hause wartet schon. Erschöpft und müde bin ich um 21 Uhr wieder zu Hause. Um meinen Hunger zu stillen, esse ich noch schnell etwas, packe meine Schulsachen zusammen, unterhalte mich noch ein wenig mit meinen Eltern, gehe noch einmal schnell in das Internet und schaue zu allerletzt noch TV, solange bis mir endgültig die Augen zufallen. All dies läuft an sechs von sieben Tagen in der Woche genauso ab. Meine Freizeit wird dadurch leider ein wenig eingeschränkt.

Dazu muss ich sagen, dass der Weg vom Jugendspieler zum Profispieler sehr hart und sehr lang ist.

Aber die Hauptsache ist, dass es mir sehr viel Spaß macht. Denn schließlich treffe ich dort auch meine Freunde und wir haben immer viel Unsinn im Kopf.

Thierno Ibrahim Barry