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Berlin-Klassenfahrt (September 2010 – Klasse 10a)
Wir, die Klasse 10a, sind vom 5. September bis zum 11. September 2010 auf Abschlussfahrt nach Berlin gefahren. Bereits in der ersten Woche nach den Sommerferien im neunten Schuljahr wussten wir, dass dies unser Ziel werden wird, da wir Herrn Dickel als Klassenlehrer bekamen. Ab da hieß es für uns immer mal wieder, etwas über den Zweiten Weltkrieg zu lernen. Wir haben zum Beispiel das Projekt „Frieden beginnt ganz nah“ gemacht, wo wir uns vermehrt mit dem Zweiten Weltkrieg in unserer Umgebung beschäftigt haben. Die letzte Woche vor unserer Fahrt haben wir uns dann ausführlicher mit dem Thema Berlin beschäftigt. Begleitet wurden wir von Frau Naarmann.
Am 5. September haben wir uns um 9 Uhr am Mescheder Bahnhof getroffen und sind gemeinsam gegen 9.15 Uhr mit dem Wochenendticket Richtung Berlin gefahren. Nach vier Mal Umsteigen kamen wir um 17.38 Uhr an. Nach unserer Ankunft in unserer Herberge wurden uns von Herrn Dickel die Zimmer zugeteilt und wir bezogen diese. Viel Zeit zum Ausruhen blieb uns allerdings nicht, da wir schon nach anderthalb Stunden wieder in die Berliner Innenstadt gingen und uns den Breitscheidplatz ansahen, wo das Europa Center mit einer riesigen Wasseruhr ist, die uns Herr Dickel etwas erklärt hat. Danach durften wir dann für zwei Stunden in Gruppen (mindestens 3 Personen) durch die Stadt gehen und uns unser Abendessen besorgen. Gegen 23 Uhr sind wir dann wieder in unserem Haus angekommen und überwiegend müde in unsere Betten gegangen.
Am nächsten Morgen mussten wir um 8.15 Uhr beim Frühstück erscheinen und genügend für den Tag essen. Herr Dickel vergaß nie, uns darauf hinzuweisen, dass wir uns ja genügend Brötchen für den Tag mitnehmen, damit wir keinen Hunger bekommen, weil der Tag lang werden würde. Nach dem Frühstück haben wir uns dann die Kreuze der Maueropfer nahe des Brandenburger Tores angesehen und sind zum Bundestag im Reichstagsgebäude gegangen. Dort haben wir einen Vortrag zu den Aufgaben des Bundestages und zur Geschichte des Gebäudes gehört. Dann haben wir uns mit dem Referenten von Patrick Sensburg getroffen, der uns die Aufgaben eines Bundestagsabgeordneten erläutert hat. Mittlerweile hatten wir schon Mittag und sind im Paul-Löbe-Haus essen gegangen. Nach unserer Stärkung sind wir zum Hauptbahnhof mit dem Bus gefahren und sind dann zum Alexanderplatz gependelt, wo wir wieder eine kleine Freizeit hatten und uns die Stadt angesehen haben. Danach sind wir in die Gedenkstätte Hohenschönhausen gefahren, wo wir eine Führung von dem Zeitzeugen Rainer Dellmuth bekommen haben. Dann sind wir zum Alexanderplatz gefahren, wo wir uns alleine aufhalten durften. Nach dem Alexanderplatz sind wir ins Sony Center gefahren und haben uns dort in der Nähe den Potsdamer Platz und die Arkaden angesehen. Im Sony Center gibt es eine Besonderheit. Das Dach wechselt, sobald es dunkel wird, in einem bestimmten Rhythmus das Licht im Dach (blau, pink). Danach war der erste Tag in Berlin auch schon vorbei.
Am nächsten Tag sind wir ebenfalls kurz vor neun Uhr in die Berliner Innenstadt und haben uns die Kreuze der Maueropfer an der Spree angesehen. Danach haben wir uns das Brandenburger Tor und den Mauerverlauf angesehen. Dann folgten Mahnmale für jüdische und schwule Opfer. Gegen Mittag sahen wir uns den Bugatti-Auto-Salon an, wo richtig tolle Autos zu sehen waren. Für viele Autofans etwas dabei. Besonders sehenswert war das Lafayette – Kaufhaus, wo es nur Markensachen gibt, die sich dort gut verdienende Personen leisten können. Danach folgte das Schokoladenmuseum mit nachgebauten Gegenständen, wie das Brandenburger Tor, die Titanic, der Fernsehturm … und weiteren. Dann folgten der Berliner Dom und die Kuppel, danach der Besuch der Hohenzollerngruft. Danach haben wir alle zusammen eine Schifffahrt auf der Spree gemacht, die viele zum Schlafen benutzten. Dann folgte für viele das Highlight – der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz. Von oben konnte man sich Berlin anschauen, ein besonderes Gefühl, so eine große Stadt vor sich zu sehen.
Am Mittwoch sind wir wieder früh aufgestanden und den Fußweg entlang der Botschaften an der Tiergartenstraße gegangen. Dann folgten die Gedenkstätte „Deutscher Widerstand im Bendlerblock“, das Ministerium der Verteidigung mit Vortrag zur Sicherheitspolitik und zur aktuellen Lage in Afghanistan. So war der halbe Tag auch schon wieder rum, und es blieb wie schon zuvor nie Zeit zum Verschnaufen. Es ging direkt zu der Gedenkstätte Sachsenhausen, wo wir unter der Führung von Herrn Dickel uns alles angesehen haben. Danach fuhren wir nach Potsdam und besuchten die Gärten des Schlosses Sanssouci mit dem Grabmal von Friedrich dem Zweiten. In den Gärten werden heute viele Weinstöcke angebaut.
Am Donnerstag haben wir uns das deutsche Technikmuseum angesehen, mit anschließendem Besuch des Experimentiermuseums. Dann sahen wir uns den Potsdamer Platz, den Wachturm der ehemaligen Grenzanlagen, die Gedenkstätte „Topographie des Terrors“, den Checkpoint Charly an. Als wir auf dem Weg zur Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz waren, kamen wir an dem Gebäude der Fernsehserie „Verliebt in Berlin“ vorbei. Am späten Abend durften wir dann alle ins Kino gehen und uns einen Film nach Wahl aussuchen.
Am Freitag, unserem letzten Tag in Berlin, sahen wir uns den Hackescher Markt und die Hackeschen Höfe an. Danach sind wir ins Pergamonmuseum gegangen, wo gegenüber die Wohnung von Angela Merkel ist. Wir sind nach Kreuzberg gefahren und haben uns dort die Stadt alleine angesehen. Am späten Nachmittag sahen wir uns den Wittenbergplatz mit dem KADEWE (Kaufhaus des Westens) an. Abends sind wir zusammen im Amigo essen gegangen und anschließend ins Grips-Theater mit dem Stück „Linie 2“. Spät abends sind wir zurück in unser Haus gekommen und haben uns gegenseitig in unseren Zimmern besucht. War ja der letzte Tag.
Am Samstagmorgen haben wir unsere Koffer gepackt und sind früh am Berliner Bahnhof mit dem Wochenendticket losgefahren. Zwischen 17 und 18 Uhr sind wir wieder in Meschede angekommen. Ziemlich müde, muss erwähnt werden!
Alles in allem war die Abschlussfahrt rundum gelungen. Wir hatten viel Spaß, konnten uns Berlin angucken und hatten eine wirklich gelungene Woche. Dafür danken wir Herrn Dickel und Frau Naarmann recht herzlich, die sich die ganze Woche Mühe gegeben haben und das Programm geplant haben. Wir hatten keine Langeweile und alle, die das viele Laufen nicht gewohnt sind, waren am Ende sehr müde.
Paulina Herkströter 10a