Englisch lernen mit
Tagträumern und Vampiren

„White Horse Theatre“ am 8. Dezember zu Gast in der Städtischen Realschule
Mit Begeisterung erlebten die Schüler der Städtischen Realschule Englischunterricht einmal anders. Zwei Theaterstücke von Peter Griffith, die von englischen Schauspielern des „White Horse Theatre“ in der Aula des Schulzentrums aufgeführt wurden, brachten eine willkommene Abwechselung zum Schulalltag.
Für die Klassen 7 und 8 bot das turbulente Stück „A slap in the face“ eine Thematik, die diese Altersgruppe besonders anspricht. Alan fühlt sich im monotonen Unterricht entsetzlich gelangweilt und gleitet immer wieder in Tagträume ab. Darin versucht er Melissa, einer angehimmelten Mitschülerin, zu imponieren und zu beweisen, welch ein cooler Typ er ist. So rettet er sie vor einem Werwolf und besiegt Tarzan, der Melissa entführen will. Er verteidigt sie gegen einen gewalttätigen Punk im Schulbus und agiert als James Bond gegen Scarface. Melissa aber erwidert seine Gefühle erst, als Alan seine Heldenfantasien aufgibt und sich zu seiner Schwäche bekennt.
Die Klassen 9 und 10 hatten bei dem witzigen Vampirstück „Neighbours with long teeth“ ihren Spaß. Sie erkannten aber schnell, dass es um mehr geht als um vordergründigen Humor. Die Geschichte der modernen Vampirfamilie Spatula, die in ein respektables Wohnviertel einzieht und von den neuen Nachbarn wegen ihrer Andersartigkeit abgelehnt wird, fordert die Zuschauer auf, Klischeevorstellungen und Vorurteile zu hinterfragen und zu erkennen, dass diese allzu oft auf Unwissenheit und vorschnellen Verallgemeinerungen beruhen.
In beiden Stücken wussten die vier Akteure Amy Allen, Lindsey Carr, James Harris und Paul Wilson mit Professionalität und temporeichem Spiel zu überzeugen. Sie bewegten sich immer wieder zwischen den Zuschauerreihen und sprachen die Schüler direkt an. Besondere Begeisterung rief der Vampirvater Graf Spatula hervor, als er aus dem Publikum eine Lehrerin, Frau Kühne, als sein Opfer mit auf die Bühne nahm und sie dort „biss“.
Nach den Aufführungen hatten interessierte Schüler noch Gelegenheit, sich mit den Schauspielern zu unterhalten und ihre Englischkenntnisse mit „native speakers“ zu testen. Schüler und Lehrer waren sich am Ende einig: „So macht Englisch lernen Spaß. Diese Theatertruppe sollte regelmäßig in unserer Schule gastieren.“






